http://www.rheinau.ch/de/politik/energiestadt/
08.09.2010 07:27:13


Rheinau lebt als Energiestadt


Das Label Energiestadt entstand 1993 auf Initiative von verschiedenen Umweltverbänden und Gemeinden, die sich mit den Themen Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energien befassten. Das Label wurde zur Erfolgsgeschichte. Rund 10 Jahre später sind bereits 131 Städte und Gemeinden zertifiziert. Über 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung lebt in Energiegemeinden.
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Anspruchsvoller Weg bis zum Label
Das Label ist ein Leistungsausweis für eine konsequente kommunale Energiepolitik wie Stabilisierung des Stromverbrauchs, sinkender Einsatz von fossilen Brennstoffen sowie die Förderung von erneuerbaren Energien. Energiestadt ist nicht nur ein Markenzeichen, sondern auch ein umfassender Prozess, der die Gemeinde über verschiedene Stufen zum Label Energiestadt und damit langfristig zu einer nachhaltigen kommunalen Energiepolitik führt.
Zusammen mit externen, von EnergieSchweiz für Gemeinden akkreditierten Beraterinnen und Beratern wird die Gemeinde anhand des standardisierten Massnahmenkatalogs in sechs energiepolitisch wichtigen Gebieten untersucht:
  • Entwicklungsplanung, Raumordnung
  • Kommunale Gebäude, Anlagen
  • Versorgung, Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation, Kooperation
Um das Label Energiestadt zu erreichen, muss die Gemeinde mindestens 50% der möglichen Massnahmen realisiert oder beschlossen haben. Der Gemeinde Rheinau gelang gegenüber dem Audit im Jahr 2002 die Punktezahl - trotz strengerem Massnahmenkatalog - von 59,7% auf 62% steigern.

Energiepolitische Schwerpunkte
Rheinau beweist, dass auch eine kleine Gemeinde mit beschränkten Mitteln eine in vielen Bereichen vorbildliche Energie- und Klimapolitik betreiben kann.

  • Räumliche Koordination der Wärmeversorgung.
  • Verbesserte Rahmenbedingungen (Zulassung Solaranlagen in der Kernzone bei genügender Einordnung, Reduktion der Gebühren für Minergiebauten und Solaranlagen).
  • Trotz der peripheren Lage attraktive Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr nach Winterthur, Schaffhausen und Zürich (Zug im Halbstundentakt, Bus im durchgehenden Stundentakt mit Verdichtungen in den Spitzenzeiten, Nachtverbindungen freitags und samstags).
  • Velorastplatz für die steigende Zahl Fahrradtouristen, am Kreuzungspunkt mehrerer attraktiver Radrouten beim Hallenbad.
  • Strassenbeleuchtung flächendeckend mit energieeffizienten Natriumlampen (Na-HD-Lampen).
  • Hoher Anteil an erneuerbaren Energien wird genutzt: vier Holzschnitzelfeuerungen mit Nahwärmeverbund; rund 300 m2 thermische Solaranlagen, 25 Wärmepumpenanlagen; zusätzlich Stückholzfeuerungen, Pelletheizungen und eine Photovoltaik-Anlage. Insgesamt werden rund 25% des gesamten Wärmebedarfs in der Gemeinde mit erneuerbaren Energien erzeugt.
  • Bei anstehenden Strassensanierungen werden konsequent Tempo-30 konforme bauliche Massnahmen realisiert.
Mit durchschnittlich 62 % der realisierten Massnahmen hat sich die Gemeinde Rheinau im 50 Rang von 138 Energiegemeinden positioniert.

April 2007

Energiekommission

Mit dem energiepolitischen Programm 2006 bis 2010 hat der Gemeinderat festgelegt, eine Energiekommission zur Begleitung der energiepolitischen Aktivitäten der Energiestadt Rheinau einzusetzen. Die Aufgaben der Energiekommission beinhalten die Berechtigung für das Label zu erhalten, Aktivitäten aus dem Massnahmenkatalog abzuleiten und umzusetzen und die Re-Audits durchzuführen. 
Gemeinderat Matthias Rapold übernimmt das Präsidium.
Juni 2008


Link zum Thema:
Energieberatung Gemeinde Rheinau